Wenn jemand nach unserer Entlöhnung fragt, antworten wir offen, dass wir diese Tätigkeit als Job ausüben und selbstverständlich dafür bezahlt werden. Deshalb bezeichnen wir uns nie als Freiwillige. Details zu unserer Lohnstruktur geben wir jedoch nicht bekannt. Die persönliche Entlöhnung ist Privatsache und ist im Gespräch weder offenzulegen noch zu begründen.
Wichtig ist, dass die eigene Entlöhnung niemals als Argument für den Abschluss einer Mitgliedschaft verwendet wird. Aussagen wie «Für mich lohnts’ sichs au, wenn Sie hüt mitmached.» oder «Ich bechume au öppis devo.» mögen bei einzelnen Personen zwar sympathisch wirken, führen insgesamt jedoch immer wieder zu negativen Rückmeldungen und Reklamationen. Zudem lenken sie den Fokus von der Organisation auf die werbende Person.
Eine Mitgliedschaft soll aus Überzeugung für die Organisation und ihre Arbeit getroffen werden und nicht, weil jemand der Werberin oder dem Werber etwas Gutes tun möchte. Selbstverständlich darfst du trotzdem zeigen, dass du dich freust, eine Person noch heute als Mitglied zu gewinnen. Wichtig ist nur, dass du dies nicht mit deiner Entlöhnung begründest. Zum Beispiel:
«Chani guet nachvollzieh, dass Sie sich das gern überleged. Mir sind eifach hüt i de Region underwägs und schribed d’Lüüt nach Möglichkeit gern direkt uf, für än Bitrag, wo mä spontan entscheide mag. Mich motivierts natürlich, wenn ich hüt möglichst vill Lüüt cha für d’Organisation gwünne.».
So machst du deutlich, dass du die Person gerne heute als Mitglied gewinnen möchtest, ohne deine Entlöhnung als Begründung zu verwenden.